18.02.2026

V-Markt München testet neue Checkout-Welten mit DRS, Wanzl und shopreme

Im V-Markt im Münchner Euro-Industriepark startete im Februar ein umfassendes Pilotprojekt zur Neugestaltung der Kassenzone. Gemeinsam mit Wanzl und shopreme realisiert die DRS AG dort eine integrierte Infrastruktur für stationäre und mobile Self-Checkout-Szenarien. Ziel ist es, unter Realbedingungen zu analysieren, welche Checkout-Variante Kundinnen und Kunden bevorzugen und wie sich unterschiedliche Technologien auf Prozesse, Umsatz und Organisation im Markt auswirken.

Foto vom Eingangsbereich des V-Markts mit smarten Einkaufswagen und mobilen Scannern

V-Markt und DRS bauen die langjährige Zusammenarbeit weiter aus

Die Georg Jos. Kaes GmbH arbeitet seit mehreren Jahren erfolgreich mit der DRS AG zusammen. In den V-Märkten und V-Baumärkten bildet die Kassensoftware für den Einzelhandel drs//POS die stabile Basis für die Kassensysteme und die technologische Grundlage für den Checkout. Auch Self-Checkout-Szenarien sind bei V-Markt bereits fester Bestandteil des Betriebs. In V-mini-Märkten erfolgt der Verkauf vollständig ohne klassische Bedienkasse, in größeren Märkten kombiniert V-Markt stationäre Kassen mit Self-Checkout-Kassen.

Dabei unterstützt drs//POS hybride Konzepte genau so, wie sie im V-Markt gebraucht werden. Eine Station kann zwischen Bedien- und Self-Service-Modus wechseln. Tagsüber arbeitet das Personal im Bedienmodus, in Randzeiten bedienen Kundinnen und Kunden das Terminal eigenständig über die Self-Checkout Kassenoberfläche.

Diese bestehende Infrastruktur schafft die Voraussetzung für das aktuelle Pilotprojekt in München.

Münchner V-Markt als Testfeld für unterschiedliche Checkout-Szenarien

Der Standort im Münchner Norden zählt mit rund 17.000 Quadratmetern zu den größten und sortimentsstärksten Märkten des Unternehmens. Food, Non-Food und ein angeschlossener Baumarkt treffen hier aufeinander.

Für das Pilotprojekt wurde die Kassenzone grundlegend umgestaltet. Wanzl lieferte dafür die erforderliche Hardware. Neben weiterhin vorhandenen Bedienkassen stehen nun mehrere Self-Checkout-Optionen bereit:

  • 7 Self-Checkout-Tische
  • 16 intelligente Einkaufswagen „FastLaner“
  • 90 mobile Handscanner
  • Smart Exit-Technologie zur automatisierten Ausgangskontrolle

Das Frontend auf dem FastLaner und den Handscannern wird von shopreme zur Verfügung gestellt. Ebenso bietet shopreme die Möglichkeit des Scannens mit dem kundeneigenen Smartphone und die Integration von Retail Media auf den mobilen Geräten an.

Der Test läuft von Februar bis April 2026. In diesem Zeitraum untersucht V-Markt unter realen Marktbedingungen unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Self-Scanning-Variante bevorzugen Kundinnen und Kunden?
  • Wie entwickelt sich die Verweildauer und Warenkorbstruktur?
  • Welche Effekte auf Schwundquoten sind messbar?
  • Wie werden Retail-Media-Inhalte auf mobilen Geräten wahrgenommen?

Das Projekt liefert damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Ausrichtung der Kassenzone im filialisierten Handel.

Junger Mann scannt Produkt mit einem mobilen Scan-Gerät vor einem Supermarktregal

Wie drs//POS alle Checkout-Varianten zusammenführt

Während Smart Carts, Scanner und Self-Checkout-Terminals für Kundinnen und Kunden sichtbar sind, arbeitet drs//POS im Hintergrund als zentrale Integrationsplattform. Neben dem Kassensystem stellt die DRS AG auch die Integrationslösung zwischen Smart Trolley, Smart Scanner und der ERP-Landschaft von V-Markt bereit. Die unterschiedlichen Geräte greifen auf eine gemeinsame Datenbasis zu und sind vollständig in die bestehende IT-Struktur eingebunden.

drs//POS übernimmt im Pilotmarkt unter anderem:

  • Bereitstellung von Artikel- und Preisdaten
  • Verarbeitung von Promotionen und Rabattaktionen
  • Zahlungsabwicklung inklusive Bar-, Karten- und Gutscheinzahlungen
  • Fiskalkonforme Belegerstellung und Archivierung
  • Übergabe der Abverkaufsdaten an das ERP-System
  • Synchronisation aller Transaktionen zwischen Filiale und Rechenzentrum

Hier finden Sie weitere Details zu der Rolle von DRS im Pilotmarkt (PDF)

 

Die bestehende ERP-Landschaft bleibt unverändert. Neue Self-Checkout-Services lassen sich integrieren, ohne die zentralen ERP-Systeme anpassen zu müssen. Bestehende Mechanismen aus dem klassischen Kassenumfeld werden weiterverwendet und um zusätzliche Geräteklassen und neue Kundenservice-Optionen ergänzt.

Für Handelsunternehmen bedeutet das: Innovative Checkout-Formate lassen sich in gewachsene IT-Strukturen einbinden, ohne die Systemarchitektur grundlegend umzubauen.

Nahaufnahme eines smarten Einkaufswagens mit Bildschirm und Scanner, wo gerade eine Person eine Packung Nudeln scannt

Einheitliche Datenbasis für alle Checkout-Oberflächen

Im Münchner Pilotmarkt arbeiten unterschiedliche Benutzeroberflächen parallel:

  • Das Frontend der Genesis-Self-Checkout-Tische
  • Die shopreme-Oberfläche auf Handscannern
  • Die shopreme-App auf den FastLaner-Smart-Carts

Alle Systeme greifen auf dieselbe Datenbasis zu. drs//POS sorgt dafür, dass Preise, Aktionen, Artikelstammdaten und Zahlungsinformationen konsistent bleiben – unabhängig davon, ob der Scan am Regal, im Einkaufswagen oder an der SB-Kasse erfolgt. Die Plattform bildet damit die technische Grundlage für Scanner, Smart Carts und SB-Kassen in einer gemeinsamen Systemarchitektur.

Der Austausch von Daten für Artikel, Preise, Promotionen, Belege und Abverkäufe erfolgt durchgängig zwischen Filiale und zentralem ERP-System. Damit entsteht eine integrierte Checkout-Landschaft, in der stationäre Kassen, Self-Checkout, mobile Scanner und perspektivisch auch App-basierte Szenarien in einer gemeinsamen Architektur zusammenlaufen.

Junger Mann beim Checkout an der Sel-Checkout-Kasse im V-Markt

Umsetzung im laufenden Betrieb innerhalb weniger Monate

Die beteiligten Partner verzahnten die unterschiedlichen Technologien in nur wenigen Monaten. Der Markt wurde technisch vorbereitet, die Systeme integriert und Mitarbeitende geschult – und das bei laufendem Betrieb in einem hochfrequentierten Vollsortimenter.

Die kurze Projektlaufzeit stellt im Umfeld eines 17.000 Quadratmeter großen Marktes mit sehr breitem Sortiment hohe Anforderungen an Architektur, Prozesse und Organisation.

Technische Anforderungen im laufenden Betrieb:

  • Stabile und performante Schnittstellen zwischen Kasse, Smart Carts, Scannern und ERP
  • Echtzeit-Verfügbarkeit von Preis-, Aktions- und Artikelstammdaten
  • Verarbeitung komplexer Promotion- und Rabattlogiken
  • Konsistente Datenhaltung über alle Checkout-Kanäle hinweg
  • Hohe Systemperformance bei hohem Transaktionsaufkommen

Operative Anforderungen im Marktalltag:

  • Synchronisation von Beständen bei parallelem Scan an Regal, Wagen und SB-Kasse
  • Sicherstellung fiskalkonformer Prozesse über alle Geräteklassen hinweg
  • Reibungslose Abwicklung von Stornos, Teilabbrüchen und Wechseln zwischen Checkout-Formaten
  • Klare Prozessführung für Mitarbeitende und Kundschaft
  • Enge Abstimmung zwischen mehreren Technologiepartnern

Gerade in einem Markt mit Food-, Non-Food- und Baumarktsortiment wirken sich selbst kleine Inkonsistenzen unmittelbar auf Warenfluss, Bestand oder Abrechnung aus. Die Integration musste daher von Beginn an auf Stabilität und Skalierbarkeit ausgelegt sein.

Der Münchner Standort eignet sich als Referenz besonders gut, da er eine große Sortimentsbreite und ein hohes Kundenaufkommen aufweist. Wenn ein integriertes Checkout-Modell unter diesen Bedingungen stabil läuft und zuverlässig funktioniert, lässt es sich auf weitere Standorte und vergleichbare Filialstrukturen übertragen.

Junger Mann verlässt die Kassenzone im V-Markt mit smartem Einkaufswagen

Mehrwert dieses Pilotprojekts für den filialisierten Einzelhandel

Das Münchner Projekt liefert konkrete Entscheidungsgrundlagen für Handelsunternehmen, die ihre Kassenzone weiterentwickeln wollen. Statt theoretischer Szenarien stehen reale Betriebsdaten aus einem großflächigen Vollsortimenter zur Verfügung.

Für Geschäftsführung und IT-Leitung ergeben sich daraus belastbare Antworten auf zentrale Praxisfragen:

  • Welche Checkout-Formate werden tatsächlich genutzt – und in welchem Umfang?
  • Wie verändern sich Personaleinsatz und Flächenbedarf an der Kasse?
  • Welche Auswirkungen haben mobile Self-Scanning-Varianten auf Bonhöhe und Warenkorbstruktur?
  • Wie stabil laufen parallele Checkout-Wege bei hoher Frequenz?

Der entscheidende Punkt liegt jedoch in der technischen Umsetzbarkeit. Viele Handelsunternehmen verfügen über gewachsene IT-Strukturen, in denen Kassensystem, Warenwirtschaft und zentrale Dienste eng verzahnt sind. Jede neue Geräteklasse erhöht dort die Komplexität.

Das Pilotprojekt zeigt, dass sich zusätzliche Checkout-Formate integrieren lassen, ohne die bestehende Systemlandschaft neu aufzubauen. drs//POS bindet Scanner, Smart Carts und SB-Kassen in die vorhandene Architektur ein und sorgt unter anderem dafür, dass:

  • Artikel- und Preisdaten konsistent bleiben
  • Aktionen und Rabatte kanalübergreifend korrekt greifen
  • Zahlungsprozesse einheitlich verarbeitet werden
  • Abverkaufsdaten vollständig im ERP-System ankommen

Für Filialisten bedeutet das vor allem Planungssicherheit. Investitionen in neue Hardware lassen sich auf einer bestehenden Softwarebasis aufsetzen. Erweiterungen können schrittweise erfolgen – je nach Marktgröße, Standortstruktur und Kundenverhalten.

Gerade in einem Unternehmen mit vielen Standorten entscheidet diese Skalierbarkeit darüber, ob ein Pilotprojekt wirtschaftlich in die Fläche gebracht werden kann. Das Münchner Testfeld liefert dafür die notwendige Datengrundlage und zeigt, wie eine integrierte Checkout-Architektur unter realen Bedingungen funktioniert.

Bild einer Kasse mit Software von DRS

Nach der Testphase: Daten auswerten, Entscheidungen treffen, skalieren

Bis April werden im Münchner V-Markt systematisch umfangreiche Daten erhoben, analysiert und ausgewertet. Dazu zählen Nutzungsquoten der einzelnen Checkout-Varianten, Auswirkungen auf Abläufe im Markt sowie betriebswirtschaftliche Effekte. Auf dieser Basis entscheidet V-Markt, welche Technologien dauerhaft eingesetzt und in welchen Märkten sie ausgerollt werden.

Für die DRS AG liefert das Projekt vor allem Erkenntnisse darüber, wie sich komplexe Checkout-Szenarien in unterschiedlichen Marktformaten wirtschaftlich und organisatorisch abbilden lassen. Dabei geht es weniger um einzelne Geräte, sondern um die Frage, wie Prozesse im Markt ganzheitlich gesteuert und weiterentwickelt werden können.

drs//POS bildet dafür die technische Grundlage. Dadurch entsteht eine digitale Kassenzone, die technologische Innovation mit betrieblicher Stabilität verbindet – getestet unter realen Bedingungen im V-Markt München. Gleichzeitig reicht das Leistungsspektrum der DRS AG weit darüber hinaus. Neben der Kassenlösung und Self-Checkout-Systemen unterstützt DRS Handelsunternehmen mit Lösungen für Warenwirtschaft in Filiale und Zentrale, Tourenoptimierung im Liefergeschäft, Loss Prevention sowie Programme zur Kundenbindung im stationären Einzelhandel.

Wenn Sie prüfen möchten, wie sich neue Checkout-Formate oder andere Handelsprozesse in Ihre bestehende IT-Struktur integrieren lassen, sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam analysieren wir, welche Architektur zu Ihrem Markt, Ihrer Organisation und Ihren Wachstumszielen passt.

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