14.07.2026

Mobile Warenwirtschaft per App: Den Handel in die Hand nehmen

In vielen Filialen entscheidet sich der Erfolg eines Tages an Details: an Beständen, die stimmen, an Lieferungen, die zügig verräumt sind, und an Preisen, die jederzeit an Regal und Kasse übereinstimmen. Die mobile Warenwirtschaft (WaWi App) verlegt den Arbeitsplatz genau dorthin, wo die Ware tatsächlich liegt – an die Rampe, ins Lager und auf die Verkaufsfläche. Welche Funktionen eine mobile Warenwirtschaft mitbringt, wie sie komplexe Abläufe verschlankt und worauf es bei der Auswahl ankommt, ordnet dieser Beitrag aus der Praxis heraus ein.

Frau am Regal im Supermarkt mit Tablet, auf dem die mobile Warenwirtschaft aktiv ist

Was eine WaWi-App im Tagesgeschäft leistet

Eine Warenwirtschafts-App ist die mobile Erweiterung des stationären Warenwirtschaftssystems. Sie verlagert zentrale Aufgaben der Warenwirtschaft – das Buchen der Warenannahme, das Erfassen von Lagerbewegungen oder den Zugriff auf aktuelle Bestände – auf ein handliches Gerät mit Barcode-Scanner. Statt Bestellungen, Wareneingang und Inventur am festen Bildschirm zu erfassen, erledigen Mitarbeitende und Filialleitung diese Aufgaben direkt am Regal per Tablet, Smartphone oder MDE-Gerät. Für den filialisierten Handel bedeutet das kürzere Wege, weniger Papier und Bestände, die in Echtzeit stimmen. Die App greift dabei live auf dieselbe Datenbasis zu wie die Software an Kasse und Schreibtisch. Jede Buchung landet ohne Umweg im System, sodass Lager und Fläche denselben Stand zeigen. Bei der DRS AG übernimmt diese Rolle die hauseigene drs//STORE Mobile App – der mobile Arm des dahinterstehenden Warenwirtschaftssystems.

Damit hebt sich die mobile Warenwirtschaft deutlich von einer isolierten Lagerverwaltungs-App oder einem reinen Warehouse-Management-System (WMS) ab. Sie bleibt keine Insellösung, sondern wird Teil eines durchgängigen ERP-Gedankens, in dem Einkauf, Lager, Buchhaltung und Verkauf nahtlos ineinandergreifen. Moderne ERP-Systeme verstehen die Warenwirtschaft als geschlossenen Kreislauf, und genau diese Integration verwandelt eine schlichte App in ein belastbares Tool für den Handel. Während ein klassisches WMS vor allem Lagerplätze und die Logistik im Lager organisiert, bezieht eine ERP-orientierte Lösung auch Bestellungen, Aufträge und die Finanzbuchhaltung mit ein. So entstehen Lösungen, die weit über simple Lagerverwaltung hinausreichen. Diese Verzahnung sorgt dafür, dass Informationen nicht doppelt gepflegt werden und jede Abteilung mit demselben, aktuellen Datenstand arbeitet.

Warum sich die Ergänzung einer mobilen Warenwirtschaft rechnet

Wer die Warenwirtschaft zusätzlich mobil organisiert, gewinnt vor allem Wege, Wartezeiten und doppelte Erfassung zurück. Die Arbeit findet dort statt, wo die Entscheidung fällt – am Regal, im Wareneingang oder beim Lieferanten an der Rampe. Das Ergebnis: Ein handfester Effizienzgewinn, der sich im Betrieb rasch bemerkbar macht. Selbstverständlich lässt sich das klassische Warenwirtschaftssystem in der Filiale wie gewohnt nutzen – die WaWi App auf den mobilen Endgeräten versteht sich als Ergänzung dazu. So werden alle Nutzungsszenarien der WaWi ideal abgedeckt.

Bestände in Echtzeit statt Zähllisten auf Papier

Solange Mengen auf Papier notiert und später abgetippt werden, schleichen sich Fehler ein und der Bestand hinkt der Realität hinterher. Die mobile Warenwirtschaft erfasst jede Lagerbewegung direkt vor Ort und schreibt sie in Echtzeit ins System zurück. So bleiben Bestände verlässlich, Differenzen fallen früher auf, und die digitale Bestandsführung spiegelt den tatsächlichen Warenfluss wider. Der mobile Zugriff auf Echtzeit-Daten macht aus blanken Zahlen eine belastbare Grundlage für jede Entscheidung. Besonders praktisch: Die Filialleitung hat über die Warenwirtschaft-App jederzeit Zugriff auf ausführliche Berichte und alle Kennzahlen zur Filialsteuerung – standortunabhängig und immer aktuell.

Zeit und Kosten sparen – und gleichzeitig die Qualität erhöhen

Jeder Gang zurück zum stationären Rechner kostet Zeit. Mit mobilem Zugriff auf alle relevanten Daten erledigen Sie und Ihre Mitarbeitenden ihre Aufgaben in einem Durchgang. Durch die Digitalisierung und Standardisierung der Daten in der Warenwirtschaft senken Sie die Fehleranfälligkeit und erhöhen gleichzeitig die Qualität der Daten. Mit der Kombination aus stationärer und mobiler Warenwirtschaft sparen Sie Laufwege, vermeiden Doppelerfassungen und sorgen für konsistente Daten über alle Geräte und Unternehmensbereiche hinweg. Das senkt den Personalaufwand, beschleunigt die Prozesse im Betrieb und macht das tägliche Management der Fläche effizient. Eine digitale Steuerung zahlt sich besonders dort aus, wo Personal knapp ist, und hilft, bares Geld zu sparen, ohne an Servicequalität einzubüßen.

Screenshots aus der drs//STORE Mobile App – Startbildschirm und Menü

Funktionsumfang der Warenwirtschafts-App: Vom Wareneingang bis zur Inventur

Die WaWi-App bündelt jene Funktionen, die im Filialalltag wirklich gebraucht werden. In der mobilen App von DRS deckt die mobile Warenwirtschaft dabei unter anderem ab:

  • Disposition und Bestellungen inklusive automatischer Bestellvorschläge und Aktionsvorbestellungen
  • Wareneingang mit direkter Buchung gelieferter Ware per Barcode-Scanner
  • Preisabfrage und Preisänderung samt Druck von Regaletiketten und Plakaten
  • Inventur und Bestandskorrekturen für eine saubere Bestandsführung
  • Kundenverwaltung mit Aufträgen, Lieferscheinen und offenen Posten
  • MHD-Kontrolle zur Überwachung der Mindesthaltbarkeit
  • die mobile Warenwirtschaft als Bindeglied zwischen Regal, Lager und Zentrale
  • Zugriff auf Berichte und Kennzahlen, um Prozesse in der Filiale standortunabhängig steuern zu können

Disposition, Bestellwesen und Warenannahme

Bestellungen lassen sich direkt am Regal auslösen, sobald eine Lücke auffällt. Die Auto-Disposition erzeugt Bestellvorschläge auf Basis der Bestände und der Absätze, sodass der Einkauf bei den Lieferanten schlank bleibt. Trifft die Lieferung ein, lässt sich der Wareneingang per Barcode erfassen, und Aufträge wie Mengen sind im selben Moment verbucht. Wer den Einkauf so steuert, hat den Bestand immer unter Kontrolle und vermeidet teure Überbestände im Lager.

Preise, Etiketten und elektronische Regalauszeichnung

Preisänderungen greifen unmittelbar: Über die App lassen sich Preise abfragen, anpassen und als Regaletiketten oder Plakate ausgeben. In Verbindung mit elektronischen Etiketten (ESL) wird ein in der Warenwirtschaft geänderter Preis automatisch am Regal aktualisiert, ganz ohne Etikettenwechsel von Hand. Das spart Laufwege und hält die Auszeichnung über den gesamten Markt hinweg konsistent.

Inventur, Korrekturen und Kundenverwaltung mobil im Griff

Die Inventur lässt sich dank mobiler Geräte im Handumdrehen erledigen: Mitarbeitende scannen die Artikel per Barcode direkt im Regal, die gezählten Mengen laufen live ins System, lassen sich bei Bedarf korrigieren und am Ende wird der Zählvorgang digital abgeschlossen. Der Abgleich mit dem Soll-Bestand passiert automatisch, statt handschriftliche Listen abzutippen. Auch Bestandskorrekturen, das Führen einzelner Artikel und die Pflege der Stammdaten erfassen Mitarbeitende direkt auf der Fläche. Über die mobile Kundenverwaltung lassen sich zudem Kundenaufträge anlegen, Lieferscheine drucken und offene Posten im Blick behalten – die gesamte Verwaltung rund um den Kunden bleibt damit griffbereit.

Hand mit Handheld-Gerät im Supermarkt-Gang mit Regalen, auf dem Handheld läuft eine WaWi App

Warenwirtschaftssystem auf Tablet, Smartphone und MDE-Gerät

Ein Warenwirtschaftssystem auf dem Tablet ist heute kein Sonderfall mehr, sondern gelebte Praxis. Die mobile Warenwirtschaft läuft – bei DRS als mobile App der Warenwirtschaft – geräteunabhängig auf MDE-Geräten, auf Smartphones oder auf dem Tablet. Android und iOS werden gleichermaßen unterstützt, sodass vorhandene Geräte weiter genutzt werden können. Die Bedienung orientiert sich an gewohnten Gesten und bleibt damit intuitiv – ein Tool, das auch ungeübte Kräfte nach kurzer Einarbeitung gut nutzen können.

Wichtig ist die stabile Anbindung an Server oder Cloud, damit jede Eingabe verlässlich im System ankommt und alle Standorte denselben Datenstand teilen. Wo eine reine Cloud-Lösung an Grenzen stößt, sorgt die lokale Verbindung für Tempo; eine hybride Cloud-Architektur verbindet beide Welten und sichert den Zugriff auch bei wackligem Netz. Ein weiterer Pluspunkt ist die Offline-Fähigkeit: Reißt die Verbindung im Lager kurz ab, puffert die App die Eingaben und gleicht sie ab, sobald das Netz wieder steht. So werden Zählungen und Buchungen sicher übertragen, und das Team arbeitet ohne Unterbrechung weiter.

Warenwirtschaft mobil gedacht: Vernetzte Abläufe ohne Medienbruch

Eine mobile Warenwirtschaft entfaltet ihren Wert erst, wenn sie tief in die bestehenden Prozesse integriert ist. Eine sauber integrierte App spielt Daten ohne Medienbruch zwischen Fläche, Lager und Zentrale hin und her, statt sie in einem eigenen Silo zu sammeln. Diese enge Integration macht den Unterschied: Aus einer reinen Zusatz-App wird ein integrierter Bestandteil der gesamten IT-Struktur und ein unverzichtbarer Baustein des Warenwirtschaftssystems.

Im Tagesgeschäft zeigt sich das als durchgängiges Bestandsmanagement, als vorausschauendes Einkaufsmanagement und als verlässliches Management der Filialabläufe auf einer einzigen Datenbasis. Weil alle Bausteine des Warenwirtschaftssystems sowie Kasse, Tourenplanung und alle weiteren Systeme auf dieser einheitlichen Datenbasis arbeiten, sinkt der Pflegeaufwand spürbar. Denn: Stammdaten müssen nur ein einziges Mal hinterlegt werden. Auch ein angebundener Shop profitiert davon: Bestände aus dem E-Commerce und von der Verkaufsfläche bleiben konsistent, sodass online wie offline derselbe Warenbestand sichtbar ist.

Gerade für ein wachsendes KMU sind unabhängig von der Unternehmensgröße jene Lösungen attraktiv, die sich modular erweitern lassen – von der reinen Erfassung am Regal über die Anbindung an die Buchhaltung bis zu ERP und Online-Shop. Ob die App auf einem Android-Tablet oder einem robusten MDE-Gerät läuft, bleibt dabei zweitrangig; entscheidend ist, dass sie als fester Teil des Warenwirtschaftssystems gedacht wird und nicht als isolierte Insel neben dem eigentlichen Betrieb.

Eingebettet in eine durchgängige Systemwelt

Ihre volle Stärke entfaltet die mobile Warenwirtschaft erst im Verbund. Bei der DRS AG ist die mobile WaWi-App eine optionale Ergänzung zu unserem umfangreichen Warenwirtschaftssystem für den Einzelhandel und greift auf dieselbe Datenbasis zu. Für Mehrfilialisten ergänzt die zentrale Warenwirtschaftssoftware die Fläche um eine einheitliche Steuerung aus der Zentrale, während jeder Standort eigenständig bleibt.

An der Kasse wiederum verzahnt sich die Kassensoftware für den Einzelhandel mit denselben Bestandsdaten, sodass Verkauf und Lager synchron laufen. Über standardisierte Schnittstellen fließen Umsätze in die Finanzbuchhaltung, und ein angebundener Online-Shop bleibt als E-Commerce-Baustein Teil desselben Kreislaufs. Auch ein zweiter Webshop oder Marktplatz lässt sich über solche Schnittstellen sauber integrieren. So entsteht eine integrierte Omnichannel-Lösung, in der zentrale und dezentrale Unternehmensprozesse zusammenlaufen, vom einzelnen Markt bis zum großen Filialnetz. Diese tiefe Integration sorgt dafür, dass die Daten der mobilen Warenwirtschaft direkt in die Unternehmenssteuerung und ins E-Commerce-Geschäft einfließen und dort für effiziente Abläufe sorgen.

Junger Mann in der Filiale mit Tablet, auf dem die Warenwirtschaft läuft

Die passende Warenwirtschafts-App für Ihren Handel auswählen

Bei der Auswahl einer mobilen Warenwirtschaft zählt weniger die schiere Zahl der Funktionen als deren Zusammenspiel. Entscheidend ist, dass Lagerverwaltung, Einkauf und Verkauf auf einer Datenbasis greifen und sich die mobile Warenwirtschaft sauber in bestehende Systeme integrieren lässt. Solche Lösungen zahlen sich besonders dann aus, wenn sie verschiedene Handelsformen abbilden: Vom Lebensmitteleinzelhandel über Getränkehandel, Drogerie, Non-Food und Do-it-yourself bis zum Zoo- und Tierbedarf oder dem Cash-and-Carry-Großhandel gelten je eigene Anforderungen. Der Lebensmittelhandel braucht etwa eine verlässliche MHD-Kontrolle und Bestände, die sich am Regal in Echtzeit prüfen, rasch auffüllen oder nachbestellen lassen, der Non-Food-Bereich benötigt eine saubere Sortiments- und Preissteuerung, der Großhandel zügige Lagerbewegungen an der Rampe. Wer mehrere Standorte bespielt, profitiert an jedem Standort vom selben mobilen Zugriff.

Gerade für KMU lohnt sich ein System, das mitwächst, damit neue Standorte einfach integriert werden können. Ein durchdachtes Warenwirtschaftssystem stellt den gesamten Warenfluss in den Mittelpunkt – von Einkauf und Wareneingang über Kasse und Verkauf bis hin zur Kundenverwaltung. Selbstverständlich behält das WaWi-System auch die Bestände zuverlässig im Griff. Die Lagerverwaltung ist sauber integriert, statt als isoliertes WMS für sich zu stehen. So bleibt das gesamte System intuitiv bedienbar. Wir bei der DRS AG begleiten Handelsunternehmen seit über 30 Jahren bei genau dieser Aufgabe. Unsere Warenwirtschaftssysteme für stationäre Geräte und Tablets sind als digitales, effizientes Werkzeug genau auf Ihren Betrieb ausgerichtet und greifen nahtlos ineinander. Wer seine Filialprozesse mobil aufstellen möchte, bucht einfach das mobile Warenwirtschaft-Modul zu unserer Filial-WaWi drs//STORE hinzu. Gerne berät Sie unser Team und findet die ideale Kombination für Ihre Anforderungen – vom KMU mit einer Filiale bis zum expandierenden Unternehmen mit mehreren Filialen an unterschiedlichen Standorten.

Den ersten Schritt macht meist ein kurzes Gespräch über den Status quo: Welche Abläufe binden bei Ihnen heute die meiste Zeit, und wo lohnt der Einstieg am schnellsten? Auf dieser Basis lässt sich die Einführung Schritt für Schritt planen, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Im direkten Austausch zeigen wir Ihnen, wie sich die Software an Ihre Anforderungen anpassen lässt und welche Module den größten Hebel bieten.

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